Cremiger Eiskaffee mit Karottensaft
Was haben Eiskaffee und Karottensaft gemein? Bei meinem letzten Arztbesuch erzählte mir seine Assistentin von einem persischen Eiskaffee, der überraschenderweise gar nicht mit Kaffee gemacht wird, sondern mit frischem Karottensaft. Natürlich spitze ich gleich meine Ohren. Für diese persische Version verwendet man selbstgemachtes Safraneis, namens Bastani akbar mashti. Hier verrate ich euch das Originalrezept (ohne Kaffee) sowie meine eigens kreierte Variante mit einem Shot Espresso.
Eine Tasse Kaffee pro Tag kann wirklich nicht schaden – ein Eiskaffee im Sommer schon gar nicht! Plötzlich ist man in Urlaubsstimmung und am Genießen. Klar, Schlagobers (Schlagsahne) und Eis sind nun nicht gerade gesund, aber es macht sicher nichts aus, sich ab und an so eine Köstlichkeit zu gönnen. Darüber hinaus hat die persische Version mehr Vitamine.
Karotten haben den höchsten Gehalt an beta-Carotin, dem Provitamin A, deshalb auch ihre intensiv orangene Farbe. Vitamin A ist gut für die Sehkraft. Da Karotten fettlösliche Vitamine enthalten, sollte man einen Tropfen Öl dazugeben. In diesem Fall reicht aber das Schlagobers bzw. das Eis, um die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen.
Nicht nur die Karotten sind in dieser Kreation gesund. Selbst Kaffee ist gesund, obwohl er lang als eher schädlich galt. Aus schon älteren Studien ist bekannt, dass Kaffee unser Gedächtnis stärkt. Trinkt man ihn mäßig, aber regelmäßig, wirkt er sich positiv auf die Gesundheit aus. Auch wenn der Blutdruck tatsächlich kurz nach dem Kaffeekonsum steigt und der Harndrang zunimmt, schadet das nicht. Kaffee steigert nachweislich unseren Energiehaushalt. Nach dem Genuss gelangt das enthaltene Koffein über den Magen in unsere Blutbahnen und von dort ins Gehirn. Dort blockt es die Rezeptoren für den Neurotransmitter (biochemische Botenstoffe) Adenosin, was wiederum dazu führt, dass die Menge anderer Neurotransmitter ansteigt; das bewirkt dann die Ausschüttung von Neuronen und sorgt für mehr Energie. Auch zum Lernen oder bei der Arbeit ist Kaffee ideal, weil er die Leistung- und Aufnahmefähigkeit erhöht, uns wacher macht.
Eine weitere Studie aus Skandinavien ergab, dass die physische Leistungsfähigkeit durch Kaffeetrinken durchschnittlich um ca. 11 Prozent gesteigert werden kann. Also am besten vor dem Sporteln eine Tasse trinken. Koffein soll angeblich sogar den Fettabbau des Körpers sowie das Schwitzen ankurbeln. Den Stoffwechsel sowieso.
Übrigens sind 4 – 5 Tassen pro Tag für einen gesunden Menschen überhaupt kein Problem. So lauten zumindest die Studien.
Einer Legende nach wurde der Kaffee von einem Schafhirten im 9. Jahrhundert entdeckt: Er bemerkte, dass seine Ziegen jedes Mal, wenn sie bestimmte Beeren fraßen, sehr lebhaft wurden. Mehr als 400 Jahre lang wurden diese Beeren von den Menschen lediglich gekaut. Im 13. Jahrhundert wurde dann schließlich versucht, die Beeren zu rösten, was einen durchdringenden Ölgeruch hinterließ, und das bittere Aroma, das uns heute so vertraut ist.
Bis dato habe ich meinen Kaffee immer klassisch mit dem italienischen Kaffeekocher auf dem Herd zubereitet. Nun genieße ich meinen morgendlichen Kaffee noch flotter aus der Cafissimo Picco von Eduscho. Schmeckt herrlich cremig!
