Amaranth-Grapefruit Porrdige-Bowl

Da ist sie wieder. Diese wohlige Jahreszeit, in der ich am liebsten nur warme Sachen frühstücke und ganz viel Tee trinke. Schüsseln haben für mich etwas Wohliges, Wärmendes und Vertrautes. Der Grund dafür ist, dass man sie umfassen und die Speisen nahe bei sich in Händen halten kann. Bei warmen Speisen spürt man die Wärme gleich, wie bei einer Tasse Tee, durch die Schüssel bzw. Bowl. Das macht auch Lust auf heiße Suppen oder die heiße Schokolade aus Kindertagen.

Bowls sind eine Art „Mood Food“. Mood Food steht für unbeschwerten Genuss, verbunden mit geliebten Köstlichkeiten von damals und heute, aber auch mit Freizeit und Freiheit. Ein weiterer Faktor, der für Speisen aus Schüsseln spricht, ist optischer Natur. Wie bei einem Gemälde oder Strauß kann man die Zutaten z.B, nach Farben anordnen und die Bowl hübsch dekorieren. Das Auge isst ja bekanntermaßen mit. Die Wahrnehmung aktiviert die Sinne: süß, säuerlich, fruchtig, scharf... Es fühlt sich warm und gut an. Es riecht appetitlich. Aromen und Gewürze entfalten sich.

Ein Hoch auf die Grapefruit

Im Winter esse ich sehr viele Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen oder Grapefruits. Besonders die Grapefruit hat es mir in letzter Zeit sehr angetan. Bitter-süß wie das Leben genieße ich sie momentan sehr oft zum Frühstück, sei es in meinem Smoothie, einfach pur gelöffelt oder wie in diesem Rezept in meinem Porridge.

Wie auch die anderen soeben aufgezählten Zitrusfrüchte enthalten Grapefruits viel vom Ballaststoff Pektin, wenig Kalorien und kaum Fett. Und natürlich viel Vitamin C, das unsere Zellen schützt und unser Immunsystem stärkt. Besonders zu dieser Jahreszeit ist das sehr wichtig. Sie helfen dabei den Cholesterinspiegel zu senken, wirken appetitregulierend und tun unserer Verdauung gut. Die enthaltenen Bitterstoffe üben ebenfalls einen günstigen Effekt auf Magen und Darm aus.

Und was hat es mit Amaranth auf sich?

Amaranth gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es ist ein so genanntes „Pseudogetreide“, das zwar kein echtes Getreide ist, aber so aussieht und genutzt wird. Amaranth kann man vielseitig einsetzen, entweder wie ich als Müsliriegelzutat, im Müsli selbst in Form von Pops oder in Suppen und Aufläufen sowie in Gemüsepfannen und für Süßspeisen. Es ist reich an Eiweiß, Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Provitamin A und Vitamin C. Die Körner haben einen hohen Ballaststoffgehalt, sind glutenfrei und deshalb eine wichtiger „Getreide“-Ersatz.

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Amaranth-Grapefruit Porrdige-Bowl
2 Bowls

Zutaten:

  • 250 g Amaranth
  • 150 ml Kokosmilch
  • 90 m Wasser
  • ¼ TLSalz
  • ½ Tl Zimt
  • 2 Grapefruits
  • 4 EL Graumohn
  • 1 Handvoll Mandelblättchen
  • 1 Handvoll Pistazien
  • 250 g veganes Kokosjoghurt oder Joghurt nach Wahl
  • 2 EL Ahornsirup oder Honig
  • 2 EL Mandelmus
  • Nach Belieben essbare Blüten und Kresse für die Deko

 

Zubereitung:

  1. Amaranth unter fließendem Wasser in einem Sieb abspülen. Kokosmilch und Wasser mit Salz und Zimt zum Kochen bringen. Amaranth in die kochende Flüssigkeit geben, kurz aufkochen lassen, Hitze reduzieren und abgedeckt ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten ruhen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Grapefruit filetieren und in feine Scheiben schneiden. Mohn und Mandelblättchen separat (nacheinander) in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten. Mohn unter das Joghurt rühren. Pistazien hacken.
  3. Porrdige in Bowls geben, Mohn-Joghurt zu einem Drittel darüber geben und mit Grapefruit, Mandelblättchen, Pistazien und essbaren Blüten (nach Belieben) dekorieren. Jeweils 1 EL Ahornsirup oder Honig und 1 EL Mandelmus pro Bowl drüber träufeln und servieren.