Kulinarik im Forsthofgut

Wüstenähnliche Temperaturen sind momentan der Grund, warum ich mein sonst so geliebtes Wien jedes Wochenende verlasse und aufs Land flüchte. Von meinem wunderschönen Kurzurlaub in Leogang habe ich euch ja bereits erzählt – das tolle Gänge Menü mit dem Koch vom Kirchenwirt mit den Leoganger Steinbergen im Hintergund war ein einmaliges Erlebnis. Ebenso beeindruckend und entspannend war mein Aufenthalt im „Forsthofgut“.

Ich habe die Zeit in Leogang genutzt, meine Batterien etwas aufzuladen und habe mich drei Tage in das wunderschöne Familienhotel Forsthofgut einquartiert.

Das Hotel ist nicht nur für Familien ein Hit, sondern eben auch für Leute wie mich, die zur Ruhe kommen und genießen möchten. Letzteres macht die gute Küche unter der Führung von Wolfgang Oberschachner und Michael Helfrich mehr als möglich. Besonders beeindruckt war ich vom glutenfreien Angebot und Verständnis dafür. Zum Frühstück bekam ich immer glutenfreies Brot serviert, zur Nachmittagsjause wurde ein herrliches Bananenbrot aufgetischt. Aber mehr zu diesem himmlischen Brot später, dessen Rezept ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Vielen Dank an der Stelle an Wolfgang Oberschachner, der es kreiert und mir zur Verfügung gestellt hat.

Das schöne Forsthofgut-Hotel liegt am Fuße der Leoganger Steinberge und den hauseigenen Wäldern des Asitz. Es eignet sich ideal zum Wellnessen aber auch für Aktivurlaub wie Wandern, Schwimmen, Biken, Yoga etc. Besonders angetan und beeindruckt war ich vom wunderschönen Bio-Schwimmteich mit Blick auf die Berge.

Aber auch im Winter muss dieses Hotel ein Hit sein, führt doch eine der Abfahrten direkt in den Garten und somit vor seine Haustüre. Abschnallen und genießen heißt dann die Devise! Neu für mich war, dass der „Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang“ das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs ist. Als leidenschaftliche Snowboarderin muss ich diese Pisten unbedingt mal im Winter auskosten.

Weiteres Highlight des Hotels ist das waldSPA – das erste und einzige Wald-SPA in Europa. Auf 1.800 Quadratmetern sorgen Materialien der alpinen Wälder und Anwendungen mit natürlichen Inhaltsstoffen der Region auf ganz ursprüngliche Weise für Entspannung.

Kulinarisch verwöhnt das Forsthofgut-Team mit gesunder „Grüne Haube“-Naturküche. Was ich bis dato selbst nicht wusste, ist, dass die „Grüne Haube“ ein Zertifikat ist, das aus der Steiermark stammt. Seit 1990 wird sie von Styria vitalis an biozertifizierte Restaurants und Hotels verliehen. Wenn man wie das Forsthofgut ein breites Angebot an vollwertig-vegetarischen Gerichten bietet, ist diese Auszeichnung angebracht. Die Grüne Haube steht für ökologisch, gesundheitlich, kulinarisch, sozial und ethisch. Somit wird man in einem Restaurant bzw. in einer Hotelküche wie der des Forsthofgutes keine Fertigprodukte und nichts Frittiertes finden. Vor allem auch Gäste mit einer Unverträglichkeit sind in Grüne-Haube-Häusern bestens betreut: Auf Wunsch gibt es etwa laktose- oder glutenfreie Speisen, bei längeren Aufenthalten kann der Speiseplan mit dem Küchenchef persönlich abgestimmt werden – so war es auch bei mir der Fall.

Da Frühstück mein absolutes Lieblingsessen des Tages ist, kam ich hier voll auf meine Kosten. Das Buffet bietet den Gästen 200 ausgewogene Produkte, wobei 120 regionale Bio-Produkte wie Seezarella von der Seealm oder Bio Eier von Karin Enn sind. Die Marmelade wird von Frau Schmuck höchstpersönlich zubereitet. Zu den ausgewählten Produkten aus der Region zählt auch der Bio-Honig vom Imker Klaus Fersterer, Bärlauch-Camembert von der Käserei Johann Scheiber und Räucherlachs von der Fischerei Toni Grundner. Das Brot wird im Haus selbst gebacken.

Noch gar nicht so lange her, schuf die Familie Schmuck im Zuge des Umbaus des Hotels das Fine Dining Restaurant „echt“. An einem Abend in der Woche empfängt es exklusiv nur bis zu 20 Personen. Einen Abend lang durfte auch ich à la Carte die Feinheiten testen und wurde mit dem ausgewählten Degustationsmenü sowie der Raritäten-Weinkarte verwöhnt. Die schöne und gemütliche Altholz-Stube mit Glasfront war aber an diesem heißen Sommerabend doch etwas zu warm, weshalb ich auf der Terrasse mit Blick auf den Badesee und die Steinberge diniert habe. Im Winter stelle ich mir die Stube aber sehr gemütlich vor.

Folgendes himmlisches Menü wurde für mich aufgetischt – ich war hellauf begeistert, vor allem über die glutenfreien Produkte wie Buchweizennudeln und den saftigen Mandelkuchen:

Gedeck: Rucolabutter lactosefrei, Salzbutter, gelbe Linsencreme und rote Rübenbutter mit glutenfreiem Brot

Gruß aus der Küche: Gebeizter Zander gefüllt mit Sellerie und Kohlrabi und Limonencreme

2. Gruß aus der Küche: Trauben-Korkant-Eis mit frischen Trauben, Trauben-Soda und Traubensaft

Vorspeise: Tartare von der Bio Aubergine: Bergkäseschaum, Sardellen und Paprika

Hauptgang: In Gewürzöl gegarter Zander mit "Couscous" von der Kartoffel, Blattspinat, Schilcher-Sauce und Sauce Hollandaise

Nachspeise: Marille mit Mandelkuchen und Amarettoreis

Vor allem Aktivurlauber kommen in Leogang auf ihre Kosten. Ich habe zufällig eine tolle Fitness-Gruppe vom Fitness-Treff Ochsenfurt aus Würzburg im Hotel kennengelernt und mit ihnen eine 4-Stündige Panorama-Wanderung gemacht, die mit der Gondelfahrt in Leogang begann und mit einer heiteren Sommerrodel-Bahnfahrt in Saalfelden am Biberg abschloss. Dafür stellte uns das Hotel gratis die sogenannte Löwen Alpine Card, die gratis Bergbahn-Fahrten, Erlebnisschwimmbad, geführte Wanderungen und Dorfführungen, Kinderprogramm usw. inkludiert. Was ich leider noch nicht ausprobiert habe, aber bei meinem nächsten Besuch unbedingt machen möchte: Flying Fox. Die Stahlseilrutsche in Leogang ist eine der weltweit längsten und schnellsten – mit 130 km/h saust man von der Stöckalm 1,6 km in 143 m Flughöhe ins Tal. Wahnsinn!

Besonders geeignet ist Leogang auch für Bike-Fans! Über 720 km Mountainbikwege und 480 Talradwege versprechen ein umfassendes Bike-Vergnügen. Ob leichte Fahrradausflüge mit dem E-Bike oder normal, Mountainbiketouren, knifflige Singletrails oder Downhill-Strecken. Ich habe eine schöne Tour auf dem E-Bike gemacht und bin noch immer von der Szenerie dieses Ortes beeindruckt.

Das Hotel bietet neben einer schönen Wellness-Anlage, in der ich eine herrliche Ganzkörper-Massage genießen durfte, auch Yoga an. Diese besonders leichte und sanfte, fließende Yinyasa-Yogaeinheit war mein perfektes Aufwachprogramm vor dem Frühstück. Heike Spensberger bietet im Hotel Power-Yoga in der Morgendämmerung oder Atem-Meditation auf der Waldlichtung an.

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Glutenfreies Bananen-Bio-Vollkornbrot
15 Stück

Zutaten:

  • 4 Stk. Bio- Eier
  • 180 g brauner BIO Rohrzucker
  • 1/16 l Bio- Sonnenblumenöl
  • etwas Rum
  • Salz
  • 1-2 Stk. vollreife BIO-Bananen
  • 125 g BIO- Buchweizenmehl fein gemahlen
  • 125 g glutenfreies Mehl (zB Mantler oder Schär Kekse & Kuchen)
  • Prise glutenfreiesBackpulver
  • Bio- Butter zum Ausstreichen der Backform

Zubereitung:

  1. Backofen auf 160° C Umluft vorheizen. Eier mit Zucker und einer Prise Salz schaumig schlagen.
  2. Nach und nach unter ständigem Rühren Sonnenblumenöl hinzugeben.
  3. Bananen fein aufmixen und dazumischen.
  4. Backpulver mit Mehl mischen und unter die Masse heben.
  5. Masse in eine ausgebutterte Kastenform füllen, in den vorgeheizten Ofen geben und ca. 45 min. backen.

 

Tipp:

Anstatt Butter kann man auch Margarine oder Öl zum Ausstreichen verwenden - dann ist der Kuchen zusätzlich auch lactosefrei.