Hirsebrot mit Karotten

Meine Islandreise ist nun doch schon einige Monate her. Eigentlich wollte ich euch auch noch eine kleine Geschichte über Elfen und Trolle und die kulinarischen Highlights der Insel verraten – untermalt mit der atemberaubendsten Kulisse, die ich bis dato (Neuseeland kommt auch nah dran) wohl je gesehen habe. Leider müsst ihr euch hier noch etwas gedulden. Ein paar Eindrücke bekommt ihr hier aber schon...

 

Reykjavik, die Hauptstadt der vulkanisch aktiven Insel ist voll mit kleinen süßen Cafés, Bars und Bioläden. In letzterem habe ich dann auf Vorbestellung ein köstliches und sehr saftiges, glutenfreies Hirsebrot mit Karotten bekommen. Das ging mir nicht mehr aus dem Sinn, und so habe ich mich zu Hause selber an eine Version herangewagt. Das Dekomaterial auf den Fotos stammt ebenfalls aus Reykjavik.

Wie besonders gesund Hirse ist, hab ich ja schon mehrfach erwähnt. Die Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide und wahrscheinlich daher ein wahres Schönheitselixier. Sie ist reich an Phosphor, Magnesium, Kalium und besonders Silizium, also Kieselsäure. Diese lässt unsere Haut erstrahlen, macht unsere Fingernägel und Haare robuster und gesund. Weiters enthält Hirse auch die Vitamine E, A und verschiedene B-Vitamine.

Um das Brot so richtig saftig zu bekommen, habe ich auch Karotten verwendet. Leider war es nicht so saftig wie in Island, deshalb würde ich beim nächsten Versuch etwas Buttermilch oder Flohsamenschalen verwenden, oder vielleicht sogar Topfen.

Karotten sind natürlich eine weitere „Gesund-und-schön-Zutat“. Sie gehören zum beliebtesten und bekanntesten Wurzelgemüse überhaupt: Ob roh geknabbert oder als Saft, ob als gedünstetes oder gebratenes Gemüse, als Zutat von Suppen und Saucen, in Kuchen und Brot. Karotten haben den höchsten Gehalt an Beta-Carotin, dem Provitamin A, deshalb auch ihre intensiv orangene Farbe. Das ist ebenfalls für die Haut und die Sehkraft sehr gut. Weil es aber fettlöslich ist, sollte man immer ein wenig Öl oder Butter beimengen. Auch dieses Gemüse hat mehrere Sorten – z.B. auch gelbe oder violette Rüben -, die im Geschmack variieren. Alle sind würzig und ein wenig süß und daher für viele Speisen ideal.

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Hirsebrot mit Karotten
6 Personen

Zutaten:

  • 400 g Mehl: 200 g Buchweizenmehl, 200 g feines Maismehl oder 400 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Hirse
  • 400 ml Wasser
  • 10 g Germ/Hefe
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 250 ml Milch oder pflanzliche Milch wie zB ungesüßte Mandelmilch (evtl. Buttermilch, Topfen oder mehr pflanzliche Milch um den Teig saftiger zu machen)
  • 80 g Hirseflocken
  • 3-4 TL Meersalz
  • 150 g Karottenraspel
  • 1 Prise Muskatnuss
  • nach Belieben ½ TL Kreuzkümmel
  • etwas Olivenöl und Hirseflocken für die Backform
  • Milch zum Bestreichen

Zubereitung:

  1. Wasser für die Hirse mit etwas Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Hirse in ein feines Sieb schütten und so lange mit heißem Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt. Anschließend gut abtropfen lassen.
  2. Hirse in das kochende Wasser geben und bei mittlerer bis erhöhter Hitze etwa 5 Minuten kochen, anschließend 10 Minuten ausquellen lassen (je nach Produkt muss man Hirse evtl. länger kochen – bitte Packung beachten).
  3. Germ/Hefe und Zucker in lauwarmer (pflanzlicher) Milch auflösen und 10 Minuten ruhen lassen. Karotten schälen, abspülen und fein raspeln.
  4. Mehl, Hirseflocken, Salz, geraspelte Karotten und etwas frisch geriebene Muskatnuss und/oder Kreuzkümmel mischen und mit der Hefemilch 8-10 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten.
  5. Eine backofenfeste Brotform mit Olivenöl oder Kokosöl ausfetten, mit Hirseflocken bestreuen, teig einfüllen und Brot an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.
  6. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft vorheizen. Teig mit etwas Milch bestreichen und im vorgeheizte Ofen auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen.

Notizen:

Dazu schmeckt Butter oder diverse Aufstriche fantastisch.