Rhabarber Muffin

Wie ich erfreulicherweise gestern im Supermarkt festgestellt habe, startet die Rhabarbersaison dank des sehr milden Winters dieses Jahr früher. Normalerweise haben die rosa Stangen von April bis Juni Saison. Rhabarber hat es mir optisch und geschmacklich angetan, und so wird er die kommenden Monate bestimmt des Öfteren in meiner Küche eingesetzt: für Rhabarber-Kompott, Rhabarber-Crumble, diverse Kuchen oder als Beilage zu Fleisch, gekocht mit grünen Pfefferkörner usw.

Rhabarber ist eigentlich ein Gemüse, wird aber meist als Obst gesehen und auch gerne wie Obst für Kuchen und Marmelade eingesetzt. Die Stängel sind nicht zwangsläufig rötlich, sondern können im reifen Zustand auch grün sein. Wichtig zu wissen:  je später Rhabarber geerntet wird, desto saurer schmeckt er. Rhabarber ist roh nicht genießbar. Erst beim Kochen entfaltet er sein wunderbares Aroma. Sein saurer Geschmack ist ein toller Kontrast zu Süßem.

Rhabarber wirkt nicht nur verdauungsfördernd und appetitanregend, er hat auch eine entschlackende Wirkung. In Rhabarber stecken die Vitamine A, B1, B2 sowie besonders viel Vitamin C. Außerdem sind die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen enthalten.

Wie bereitet man Rhabarber eigentlich zu?

Beim Rhabarber sind lediglich die Stangen genießbar. Finger weg von den Blättern, da diese Oxalsäure enthalten und dem Magen und Darm nicht zuträglich sind.  Zunächst werden die Stängel gewaschen und die Blätter entfernt. Für die Zubereitung eines Kompotts werden die Stangen in kleine Stücke geschnitten und zusammen mit Zucker bissfest eingekocht.

Ich liebe Rhabarber in Form von „Crumbles“: Dafür die rohen gezuckerten Rhabarberstücke in eine ofenfeste Auflaufform füllen, evtl. noch Apfelscheiben dazu,  und aus Mehl, Butter und Zucker hergestellte Streusel darüber geben. Im Ofen goldbraun backen.

Zu pikanten Gerichten schmeckt Rhabarber wunderbar als Dip bzw. wie ein Chutney zu Käse oder Fleisch. Rhabarber hält sich etwa 2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Geschält und geputzt kann man Rhabarber in ein feuchtes Tuch wickeln, so hält er sich problemlos mehrere Tage im Kühlschrank. Er eignet sich auch besonders gut zum Einfrieren.

Ach ja und falls es jemandem aufgefallen ist: Die Fotoqualität ist dieses Mal nicht so toll,  da ich mit meinem iPhone anstatt mit der Spiegelreflexkamera Fotos gemacht habe. Das Marktfoto vom Rhabarber  hab ich z.B. letztes Jahr während meines Hamburg-Trips im Mai geschossen.

Und nun zum Rezept...

 

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12 Stück Rhabarber Muffins
12 Stück

Zutaten:

  • 400 g Rhabarber
  • 300 g (glutenfreies) Mehl
  • 150 g Butter
  • 70 ml Milch
  • 2 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanillezucker
  • 1-2 Tl Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • evtl. Muffinpapierförmchen

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Muffinblech mit Butter einfetten oder die Muffinmulden mit Papierförmchen auskleiden.
  2. Rhabarber waschen, Enden und Spitzen abschneiden, evtl. entfädeln und in ca. 0,5 cm dicke Stücke schneiden.
  3. Vanilleschote der Länge nach halbieren und Mark herauskratzen. Eier trennen und Eiweiß mit einer Prise Salz in einer Schüssel steif schlagen.
  4. In einer anderen Schüssel weiche Butter mit Zucker und Vanillemarkt oder Vanillezucker cremig rühren. Nach und nach die Eidotter unterheben und Mehl mit Backpulver und  Milch abwechselnd unterrühren. Nun das Eiweiß unterheben. ¼ des Rhabarbers ebenfalls unter den Teig rühren.
  5. Muffinteig in die Förmchen füllen und die restlichen Rhabarberstücke darauf verteilen. Muffinblech in den vorgeheizten Ofen geben und Muffins darin etwa 20-25 Minuten backen. Fertige Muffins aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und aus den Förmchen lösen.